Mittwochswerkstatt: Rheinisches Braunkohlerevier – Wie soll das Leben in unserer Region in Zukunft aussehen?

Referenten: Andreas Büttgen, Antje Grothus (Mitglied der „Kohlekommission“) und Jutta Schnütgen-Weber

Worum geht es?
Im Koordinierungskreis Strukturwandel haben sich Vertreter von über zwanzig Organisationen der Zivilgesellschaft zusammengefunden, um diese Frage gemeinsam zu beantworten. Entstanden ist so das Konzept „Lebensraum Rheinisches Revier – gutes Leben und gute Arbeit“.
Anhand von acht Leitlinien wird darin eine Vision entworfen, die auf der Vernetzung wesentlicher Bereiche unseres Lebens basiert. Der Strukturwandel wird dabei als Chance verstanden, das Rheinische Revier für die Zukunft so aufzustellen, dass ein gutes und nachhaltiges Leben in Einklang mit den im Pariser Klimaschutzabkommen definierten Zielen möglich ist.

Dieses Konzept, welches auch Eingang in den Zwischenbericht Strukturwandel der „Kohlekommission“ gefunden hat, werden Ihnen Andreas Büttgen, Antje Grothus und Jutta Schnütgen-Weber im Rahmen der Mittwochswerkstatt vorstellen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Arbeitskreis Strukturwandel stellt sein Konzept für das Rheinische Revier vor

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Sommer hat die Bundesregierung die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ einberufen, die Vorschläge für einen Ausstieg aus der Kohleverstromung und den begleitenden Strukturwandel in den deutschen Braunkohlerevieren erarbeiten soll. Daraufhin hat sich in unserer Region, gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, ein Arbeitskreis aus Mitgliedern zivilgesellschaftlicher Organisationen und engagierten
Einzelpersonen zusammengefunden, um Ideen für einen Strukturwandel im Rheinischen Revier zu koordinieren.
Zu diesem Arbeitsprozess, der noch nicht vollständig abgeschlossen ist, liegt nun unter dem Titel „Lebensraum Rheinisches Revier – gutes Leben und gute Arbeit“ ein erstes Ergebnis vor. Darin wird ein visionärer Ansatz für die menschenwürdige, ökologische und zukunftsfähige Gestaltung des notwendigen Strukturwandels skizziert.
Grundlage ist dabei die Idee einer nachhaltigen Entwicklung, in der sich das Handeln der gesellschaftlichen Akteure – Staat, Zivilgesellschaft, Ökonomie – an der Einhaltung sozialer Mindestanforderungen und planetarer Obergrenzen orientiert. Dabei sind Ressourcenknappheit einerseits und die Übereinkünfte des Pariser Klimaschutzabkommens andererseits zu beachten. In der Konsequenz stellt sich die Frage, welches Wachstum wir uns leisten können.
Das Konzept basiert auf einer Vernetzung wesentlicher Lebensbereiche und wird anhand von acht Leitlinien beschrieben. Diese behandeln die Themenfelder Energiewirtschaft, Industrieregion, Naturraum, städtische Räume, Mobilität, Bildung, Bürgerbeteiligung sowie Finanzierung/Förderung. Zu diesen Leitlinien werden Vorschläge unterbreitet.
Auf diese Weise ist ein positives Leitbild für das Rheinische Revier entstanden, in dem die Beteiligten darstellen, wie sie sich die Zukunft der Region vorstellen, und das auch auf andere Regionen übertragbar ist. Durch die Umsetzung des Konzepts kann das Rheinische Revier zu einer Pilotregion für die Entwicklung zukunftsfähiger Arbeits-, Wohn- und Lebensverhältnisse werden.

Hier die Präsentation des Konzeptes zum Download: Rheinisches Revier – Gutes Leben und gute Arbeit

Pressekontakt:
Andreas Büttgen, 0173 – 5146141
Jutta Schnütgen-Weber, 0172 – 9485089