Facebook Live-Chat mit Bischof Dieser

Ihr habt Fragen an Bischof Helmut Dieser? Zum Beispiel, warum er sich nicht engagierter für den Erhalt der vom Bagger bedrohten Gotteshäuser am Grubenrand einsetzt? Dann aufgepasst: Am Dienstag, 21. August, ab 18 Uhr gibt es auf Facebook einen zirka einstündigen Live-Chat mit dem Aachener Bischof. Ihr könnt auch schon im Vorfeld Fragen, Anregungen, Lob und Kritik schicken, die der Bischof dann live beantwortet.

Infostand BUND, NABU u.a. in der Fußgängerzone Rheydt

Infostand von BAUM, NABU, BUND zum Thema Braunkohle in der Fußgängerzone Rheydt.
Es werden Unterschriftenlisten zu “ Kirche(n) im Dorf lassen “ ausliegen, Infos zum Klimacamp – findet quasi „um die Ecke“ statt – verteilt, für die Filmabende im September BRAND I-III geworben.

 

Der Katholikenrat der Region Mönchengladbach ist offizieller Unterstützer der Aktion „Die Kirche(n) im Dorf lassen“

Seit dem Katholikentag in Münster Mitte Mai zieht die von Grubenrand-Anwohnern und klimabewegten Menschen initiierte Unterschriftenaktion „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ immer weitere Kreise. Aus dem ganzen Land erreichen uns inzwischen Unterschriftenlisten; das Entsetzen über das Vorhaben, nach dem Abriss des Immerather Doms fünf weitere Kirchengebäude für die Tagebaue Hambach und Garzweiler zu opfern, ist groß.

Wir freuen uns sehr, dass wir zusätzlich zu all diesen betroffenen Einzelstimmen mit dem Katholikenrat der Region Mönchengladbach nun einen weiteren offiziellen Unterstützer bekommen haben. Wir bedanken uns herzlich für dieses Engagement!

 

Hier der Link zur Aktion mit allen Infos sowie Listen zum Download.

 

Unterschriftenaktion „Die Kirchen im Dorf lassen“ findet großen Zuspruch (mit Listen zum Download)

Ein halbes Jahr nach der Zerstörung des Immerather Doms sind die erschütternden Bilder vom Abriss der Kirche unvergessen – und fressen sich die Schaufelradbagger des Tagebaus Garzweiler mit großer Eile auf die inzwischen fast vollständig verlassene und vernichtete Ortschaft zu.

Doch auch wenn Immerath verloren ist – für fünf weitere Ortschaften am Rande der Tagebaue Garzweiler (Keyenberg, Kuckum, Berverath) und Hambach (Morschenich, Manheim) und ihre Kirchengebäude besteht noch Hoffnung, Zeit zu gewinnen und den Baggern (bildlich gesprochen) Sand ins Getriebe zu streuen: Wenn sich die katholische Kirche weigern würde, ihre Gotteshäuser zu entwidmen bzw. die noch nicht veräußerten Kirchen zu verkaufen, und sie es notfalls auf ein Enteignungsverfahren ankommen lassen würde, könnte sie den Vorbereitungsprozess für die Erweiterung der Gruben hinauszögern – vielleicht sogar bis zu dem Tag, an dem der zeitnahe Ausstieg aus der Braunkohle beschlossen und jede weitere Vernichtung offiziell überflüssig wird. Gerade jetzt, wo die Kohlekommission in Berlin ihre Arbeit aufgenommen hat, wäre dies ein unschätzbarer Beitrag zum nötigen Kohlemoratorium.

Auf Initiative von Anwohnerinnen und Anwohnern der betroffenen Dörfer und mit Unterstützung des Katholikenrats der Region Düren und des Diözesanrats im Bistum Aachen wurde ein Appell an die Verantwortlichen verfasst, der gemeinsam mit einer Unterschriftensammlung seit dem Katholikentag in Münster im ganzen Land die Runde macht und auf großen Zuspruch stößt.

 

Appell unterstützten und Solidarität zeigen

Kirchlich organisierte Gruppen oder Organisationen, die als offizielle Unterstützer des Appells aufgeführt werden möchten, sind herzlich willkommen. Alle sonstigen Gruppen und Initiativen, NGO´s und Verbände, laden wir ein, ihre Solidarität mit den betroffenen Anwohner*innen und ihren Wunsch nach einem Kohlemoratorium zu bekunden.

Bitte meldet Euch unter info[at]verheizte-heimat.de und schickt uns euer Logo, den Namen eurer Gruppe bzw. einen webseitenlink.

 

Unterschriften sammeln

Wenn Ihr diesen Appell unterstützen und vielleicht auch selbst Unterschriften sammeln möchtet, findet Ihr unten die Listen zum Download.  Einen Termin für die Übergabe der Unterschriften werden wir hier bekanntgeben, sobald er feststeht; bis dahin freuen wir uns über jeden Mit-Sammler.

Es gibt zwei unterschiedliche Listen, eine mit dem überregional bekannten Motiv des Immerather Doms und eine mit Bildern der fünf vom Abriss bedrohten Kirchen, die den Anwohnern vertraut sind. Die kleinen Listen sind zum Ausdruck in A4 geeignet; die großen Dateien können (z.B. als Plakat für einen Stand) bis zur Größe A2 ausgedruckt werden.

Ausgefüllte Listen können zurückgeschickt werden an:

Oscar-Romero-Haus e.V., Heerstraße 205, 53111 Bonn

 

Download 1 Format A4 unterschriftenliste_dom_5MB

Download 2 Format A4 unterschriftenliste_5kirchen_2MB

Download 3 Format bis A2 unterschriftenliste_dom_15MB

Download 4 Format bis A2 unterschriftenliste_5kirchen_15MB

 

Vielen Dank!

 

Hier noch zwei interessante Links zum Thema:

Im Interview mit domradio.de betont Lutz Braunöhler, der Vorsitztende des Diözesanrats im Bistum Aachen, den Symbolcharakter der Zerstörung des Immerather Doms.

Ebenfalls auf domradio.de erklärt der Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards im Textbeitrag, warum selbst profanisierte Kirchengebäude Leuchttürme sind.

Am 23. September trägt der Katholikenrat das Aachener Pilgerkreuz an den Grubenrand des Tagebaus Hambach. Die Wirtschaftswoche berichtet, dass die Bitte um göttlichen Beistand für den Hambacher Forst innerhalb der katholischen Kirche auf Zuspruch, aber auch auf Kritik stößt.