Helfer gesucht für den Zukunftslauf Rheinland am 24.6.

Am 24.06.2018 veranstalten wir gemeinsam mit Bürgerinitativen aus dem Revier ein Laufsportevent.

Der Lauf richtet sich, nicht nur, aber auch an sportbegeisterte Menschen, die der Klimabewegung noch nicht sehr nahe stehen. Um das Thema Braunkohle präsent zu haben, führt die Route von Erkelenz über die abbaubedrohten Dörfer Kuckum und Keyenberg nach Wanlo. Im Ziel gibt es neben der Siegerehrung auch eine Abschlussfeier mit den Bürgerinitativen zusammen.

Wir wollen möglichst viele Menschen den Lauf ermöglichen und haben deswegen verschiedene Routenlängen ( 4km, 10km und 13km) angemeldet.

Damit wir das alles umsetzen können, brauchen wir tatkräftige Helfer und Helferinnen. (Hilfsmöglichkeiten: Ordner, die – z.B. mit Wasser – an verschiedenen Punkten stehen, Shuttlefahrer, beim Abschlussfest helfen, Gepäckannahme …)

Wenn ihr am 24.06 noch nichts vor habt und nicht selber mitlaufen wollt, meldet euch gerne bei uns unter info@bündnis-gegen-braunkohle.de .

Sportliche Grüße von der LAAG

Mehr Infos: bündnis-gegen-braunkohle.de/zukunftslauf-rheinland

Mahnwache am Aussichtspunkt „Hochneukirch” (Jüchen, Grubenrandstraße)

Am Sonntag überquert ein Absetzer die A44n. Eine Autobahn, die es ohne Braunkohletagebau gar nicht geben müsste. Ein 1000 Hektar kleiner Bereich des Restloches wird von ihm verfüllt. 15 Millionen Euro werden in dieses Projekt investiert. RWE macht daraus eine Gaudi für Jung und Alt und lädt zu diesen „Feierlichkeiten” ein.

Die Initiative Kreativ gegen Kohle wird mit einer Mahnwache ein Gegengewicht schaffen und verdeutlichen, dass dieses „Event” eher ein Anlass zum Trauern ist. Hier wird eine Menge Geld investiert – in eine Technologie, die Heimat vernichtet und der Umwelt schadet. Eine Form der Energiegewinnung, die in diesem Maße bereits heute nicht mehr notwendig ist.
Selbst der Tod ist allgegenwärtig, wenn der Tagebau voranschreitet. Die Natur, Dörfer, ja sogar Menschen sterben, weil sie den Verlust ihrer Heimat nicht verkraften können. Gevatter Tod wird während der Mahnwache präsent sein.

Stammtisch der Initiative Bergbaugeschädigter 50189

Wir in Elsdorf sind unzumutbaren Nachteilen durch den Tagebau Hambach ausgesetzt:

– Belästigung durch Dreck und Lärm
– Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub, Radioaktivität und andere Emissionen
– Schädigung unseres Eigentums (Wertminderung und direkte Bergschäden)
Die (Bürger-) Initiative Bergbaugeschädigter 50189 hat sich zum Ziel gesetzt, die Ansprüche der Betroffenen zu bündeln und zu artikulieren. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Bevölkerung einer gesamten Region die Zeche zahlt, weil ein Großkonzern mit möglichst geringen Kosten Gewinne realisieren will – letztlich zu Lasten der betroffenen Bürger.

Doch auch global ist das, was vor unserer Haustüre passiert, mitverantwortlich für den Klimawandel, für den Verlust an Heimat, für Umweltzerstörung und letztendlich für den Verlust unserer Lebensgrundlage.

Wir wollen aktiv dagegen angehen, indem wir mit globalem Denken lokal handeln. Denn gemeinsam können wir etwas erreichen

Werden auch Sie aktiv.

Informieren Sie sich.

Ausstrahlung der Dokumentation „Braunkohle gegen Heimat“ im WDR-TV

Mitten im Rheinland frisst sich ein gigantischer Krater durch die Landschaft. Es ist das größte Loch Europas. Um Braunkohle zu gewinnen, verschlingt der Tagebau Garzweiler Wälder, Felder und Dörfer. Er prägt das Schicksal einer ganzen Region. Im Tagebau Garzweiler, einem von drei Großtagebauen im rheinischen Braunkohlerevier zwischen Aachen, Düsseldorf und Köln, arbeiten die größten beweglichen Maschinen der Welt. Rund um die Uhr nagen die gewaltigen Bagger am rheinischen Boden: Jedes Jahr wandert der Tagebau rund 300 Meter weiter. Die Braunkohle, die im Auftrag des Energiekonzerns RWE in bis zu 230 Meter Tiefe abgebaut wird, wandert direkt in eins der Kraftwerke der Region, wo sie zur Stromgewinnung verfeuert wird – und dabei große Mengen CO2 produziert. Der Tagebau bestimmt maßgeblich das Gesicht der Region und das Leben der Menschen, die hier wohnen. Er gibt Tausenden Menschen Arbeit, trifft aber seit Jahren auch auf Protest und Widerstand von Umweltaktivisten. Vor allem aber nimmt „das große Loch“, wie es hier genannt wird, vielen Bewohnern die Heimat, weil ihre Dörfer dem Tagebau weichen müssen. Immerhin 35.000 Menschen mussten seit den fünfziger Jahren ihre Häuser aufgeben und an neue Standorte umsiedeln. Dort, wo die gewaltigen Bagger mit dem Kohleabbau fertig sind, entsteht auf der Industriebrache eine neue künstliche Landschaft. Es ist die Aufgabe der Rekultivierer von RWE, in gigantischem Umfang neue Wiesen, Äcker und Waldflächen anzulegen, damit auf dem neuen Boden wieder Landwirtschaft betrieben werden kann und eine lebendige Vielfalt von Pflanzen und Tieren heimisch wird. Und die Zukunftspläne? Wenn eines Tages – nach heutigem Stand im Jahr 2045 – der Braunkohleabbau endgültig beendet wird, dann soll aus der Tagebauregion eine gigantische Seen – und Naherholungslandschaft werden. Mit Wasser aus dem Rhein, das über Jahrzehnte hierher umgeleitet werden müsste, würde in Hambach der zweitgrößte See Deutschlands entstehen – an Wassermenge übertroffen nur vom Bodensee. Das „große Loch“ ist eine Herausforderung für alle, die hier leben und arbeiten: Bergbauingenieure und Baggerführer, die die gewaltige Logistik des Kohleabbaus steuern, Bewohner der Region, die den Verlust ihrer Dörfer und die Umsiedlung in neu entstehende Ortschaften meistern müssen, Archäologen, die die vielfältigen Überreste vergangener Zeiten nicht retten, sondern nur dokumentieren können, Naturschützer und Biologen, die sich um die Qualität der Landschaft kümmern, die nach dem Abbau der Kohle entsteht. Die Dokumentation zeigt einige dieser Menschen, die jeden Tag um Gegenwart und Zukunft dieser Landschaft ringen.