Podium: Die Ergebnisse der „Kohlekommission“ und ihre Konsequenzen für das Rheinische Braunkohlerevier

Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ – kurz: Kohlekommission – wurde im Juli 2018 von der Bundesregierung eingesetzt, um Empfehlungen zum Strukturwandel und zur Erreichung der Klimaschutzziele im Rheinischen Revier zu erarbeiten. Anfang Februar 2019 wird die Kommission ihre Ergebnisse vorgelegen und darin aufzeigen wie Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit nach dem Abschalten der Kohlekraftwerke umgesetzt werden können. Wir wollen gemeinsam aus den verschiedenen Blickwinkeln von Umsiedlungsbetroffenen, Klimaschützern, Kommunalpolitikern und Gewerkschaften eine Bewertung der Ergebnisse und Konsequenzen daraus für die Arbeit in der Region vornehmen.
Mit:
• Antje Grothus, Bürgerinitiative Buirer für Buir
• Reiner Priggen, Vorsitzender Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.
• Wolfgang Spelthahn, Landrat aus Düren (CDU)
• Wibke Brems, Sprecherin für Energie, Klimaschutz, Bergbausicherheit und Anti-Atom-Politik Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW
• Ralf Woelk, DGB-Region NRW Süd-West
• Dirk Jansen, Bund Umwelt und Naturschutz (BUND)
• Hans-Josef Dederichs, Grüne Erkelenz und Umsiedler in Kuckum am Tagebau Garzweiler
• Oliver Krischer, MdB
Moderation: Mona Neubaur, Landesvorsitzende der Grünen NRW

Die Veranstaltung wird live auf Facebook übertragen unter: „Die Grünen Erkelenz“
https://www.facebook.com/Die-Grünen-Erkelenz-565074376850912/

Das Ende der Kohle(kommission) und die Zukunft der Klimabewegung

2018 brachte die Losung „Hambi Bleibt“ zehntausende Menschen bundesweit auf die Straße. Für 2019 stehen weitere Herausforderungen an: In umsiedlungsbedrohten Dörfern regt sich Widerstand, Steinkohle wird als neokolonialer Brennstoff kritisiert und für weitere Sektoren wie Landwirtschaft und Mobilität gründen sich erste Klimagerechtigkeitskampagnen.

Gleichzeitig neigt sich die Arbeit der Kohlekommission der Bundesregierung dem Ende zu. Und immernoch schreitet der Klimawandel voran und eine breite Mehrheit der Bevölkerung will einen schnellen Kohleausstieg. Wir wollen das Jahr 2019 hierzu mit einer spannenden Podiumsdiskussion in Bonn eröffnen:

Zum Ende der Kohle(kommission) und der Zukunft der Klimabewegung diskutieren

– Antje Grothus (Mitglied der Kohlekommission und aktiv bei der Initiative „Buirer für Buir)
– David Dresen (umsiedlungsbetroffener aus Kuckum und Sprecher des bundesweiten Bündnisses „Alle Dörfer Bleiben“)
– eine Aktivistin der Gruppe ausgeCO2hlt.

Die Veranstaltung kostet keinen Eintritt. Die Alte VHS befindet sich in der Kasernenstraße 50 in Bonn. Der Veranstaltungssaal ist über eine fünfstufige Treppe zu erreichen. Bringt gerne Kinder mit!
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, aber wir können vor Ort hoffentlich Flüsterübersetzung bereitstellen.

Arbeit – Umwelt – Energie: Kohlegespräche im Nell-Breuning-Haus / mit Antje Grothus

Antje Grothus („Buirer für Buir“; Mitglied der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung / Kohlekommission)

Mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst, dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes  Münster und der Großdemonstration von Klimaschützer*innen ist die öffentliche Debatte um die Braunkohle, die Klimapolitik und regionale Industriepolitik rauher geworden. Insbesondere in den sozialen Netzwerken herrscht ein eskalierender Umgangston. Diese Entwicklung nehmen wir als Bildungszentrum, das sich als Lernort für Arbeit und Menschenwürde versteht, zum Anlass für einen Beitrag  zur Versachlichung der Debatte und zum direkten Gespräch.In unseren Kohlegesprächen bekommt jeweils eine Vertreter*in die Möglichkeit die eigene Sichtweise zu Arbeit-Umwelt-Energie zu erläutern und mit engagierten  Bürger*innen zu diskutieren. Der aufrichtige Dialog und ein menschlicher Umgang liegen uns dabei am Herzen. Ende des letzten Jahrhunderts haben das Nell-Breuning-Haus, die KAB und das Bistum engagiert das Ende des Steinkohlebergbaus in der Aachener Region begleitet. Das Nell-Breuning-Haus war ein Versammlungsort für Betriebsräte, regionale Initiativen, Kirchenvertreter*innen sowie an der Zukunft der Region interessierte Gruppen. Daran wollen wir mit der Gesprächsreihe „Kohlegespräche“ anknüpfen –  wissend, dass wir alle nur gemeinsam im politischen Dialog die Zukunft der Region gestalten können.

Weitere Gesprächsabende werden folgen u.a. mit Vertreter*innen der Gewerkschaft IGBCE, von Energiewirtschaft und Wissenschaft.